Spur im Schnee

Manchmal wünsche ich mir,
der Schnee würde einfach alles zudecken.
Sich auf alles legen,
was mich verletzt,
was mich belastet,
über alles Hässliche und alles Böse.
Dann wäre alles weiß und still.

Nur die Liebe bliebe unverdeckt.
Mitten in der weißen Decke wäre sie
ein Muster, ein Bild, ein Zeichen.
Eine Ent-Deckung:
Das müsste die Spur Gottes sein.
So wie Menschen und Tiere ihre Abdrücke hinterlassen,
so müsste das dann die Spur Gottes sein:
Liebe.

(S. Schmid / L. Oberlader)

 

 

Wer will, sieht einfach ein „Kornkreis“-Muster, das im Schnee entsteht. Wer will, sieht in den drei verschlungenen Kreisen eine „Spirale der Liebe“: Die Liebe zu mir selbst, die Liebe zu Gott und die Liebe zu meiner Umwelt sind ineinander verflochten.

Beide Sichtweisen sind möglich. Nur eines gilt für beide: Je mehr es schneit, desto deutlicher wird das Bild.

Danke an Lena Oberlader für die Unterstützung!

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