fülle

Auf einmal hatte ich Lust, Beton in Flaschen zu füllen. Einfach so. Ich wusste nicht, warum oder wozu. Es ist ein gutes Zeichen, auf etwas Lust zu habe, ohne es zu verstehen! Deshalb hab ich beschlossen, es einfach zu machen. Vielleicht würde ich es ja dann verstehen. Vielleicht auch nicht. Darauf kam es gar nicht an.

Rund mussten die Flaschen sein. Und durchsichtig. Keine braunen und keine grünen. Und keine Etiketten. So viel wusste ich. Verschiedene Formen. Und verschiedene Größen. Zuerst dachte ich, ich müsste sie randvoll machen. Aber als die erste Flasche halb mit Zement gefüllt war, merkte ich: das reicht! Fertig!

Das überraschte mich. Ich machte weiter.

Dann kam doch noch eine eckige Flasche dazu. Und ein Marmeladeglas.

Als ich 15 Flaschen voll hatte, dachte ich: das sind zu viele. Zwölf sollten es sein. Drei mal vier.

Ich verstehe es noch immer nicht ganz. Aber es fühlt sich gut und richtig an. Ich meditiere über diese Flaschen. Und ich weiß, die Flaschen haben mit mir zu tun. Sie stellen Fragen, die ich in Worten noch nicht fassen kann.

Ich weiß, es geht mir um Fülle. Um innere Dichte. Um Schwere, Sicherheit, Standfestigkeit. Um Stille. Tiefe.

Und um das Verhältnis von durchsichtig und undurchsichtig, innen und außen, offen und verschlossen.

Es hängt mit In mir zusammen. In gewisser Weise auch mit durchsichtig, dort bin ich – genau andersherum – innen durchsichtig und außen blickdicht.

 

Was fällt euch dazu ein?

 

 

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