Gold / Wunden 7

Wie oft noch schlafen, bis endlich Frieden ist?

Mit der Sehnsucht ist es so wie mit einem Stein, der zerbrochen ist, dessen Bruchstellen aber vergoldet wurden. Legt man ihn wieder zusammen, schmiegen sich die Stücke ineinander und er ist wieder eins. Von außen betrachtet. Innerlich bleibt er gespalten. Und er leugnet das nicht. Er gibt sich weder dem Zerrissen- noch dem Einssein hin. In sich trägt er einen heiligen Riss, eine Wunde, die sich sowohl der Verletzung als auch der Heilung widersetzt. Der Schmerz des Bruchs und das Gold der Hoffnung bleiben und keines löscht das andere aus. Keines relativiert das andere. Im Stein leben beide: Schmerz und Hoffnung. Und er wartet. Wartet. Wartet.

Wie viele Jahre noch, bis Terror und Kriege vorbei sind?

Wie lange noch warten, bis die Religionen sich gegenseitig in Respekt begegnen und achten?

 

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