Gold / Wunden 1

Ich habe begonnen, die Wunden der Stadt (Risse, Löcher, Brüche) mit 22,5 Karat Blattgold zu überziehen. Und ich habe nicht gefragt, ob ich das darf.

Weil ich glaube, dass Gold nicht allein den Altären und Banken vorbehalten sein darf.

Und weil ich glaube, dass nicht alle Wunden heilbar sind. Aber dort, wo die Wunden nicht geheilt werden können,  dort ist Gott der Welt näher als in allen Altären zusammen. Und dort, wo die kaputte Welt nicht repariert werden kann, dort nützt auch das Gold aller Banken nichts.

Das Gold ändert nichts. Es stabilisiert nicht. Es schützt nicht. Es repariert nicht.

Das Gold ändert alles. Es heiligt.

 

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7 Antworten zu “Gold / Wunden 1

  1. Pingback: Gold / Wunden – Bilder sind online | SEBASTI AN TS·

  2. Krasser Scheiß: Ich kenn nen Streetartist.
    Das ist echt ’ne hübsche, innovative, gar glänzende Idee.
    Gefällt mir sehr – stellt sich jetzt nur die Frage, wie das bei den Menschen ankommt, die das im Alltag sehen, oder eben nicht sehen und achtlos daran vorbei laufen.

    • Mit einigen, die mir zugeschaut haben, bin ich ins Gespräch gekommen. Also die sind schon mal nicht achtlos vorbeigegangen, sondern wollten wissen, wo noch mehr Vergoldungen sind. An den kleineren läuft man sicher schnell vorbei. Wer aber die Augen offen hält, sieht wie immer mehr 😉
      Viele Grüße, Dotti!

  3. Pingback: Gold / Wunden | Simon de Vries·

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